Angemessenes Verhalten bei Teilbelastung


Benutzung der Unterarmgehstützen:
Es ist grundsätzlich sinnvoll, beide Unterarmgehstützen zu verwenden. Die Nutzung nur einer Stütze kommt  lediglich in ausgewählten Fällen für kurze Strecken im häuslichen Umfeld in Frage. Dann sollte die Stütze unbedingt auf der nicht betroffenen Körperseite eingesetzt werden.


Teilbelastung:
Der Arzt hat Ihnen Teilbelastung empfohlen; diese sollten Sie auch einhalten, um den betroffenen Strukturen die notwendige Zeit zur Heilung zu gewähren. Gleichzeitig fördert die erlaubte Teilbelastung aber auch die Heilung und damit die optimale Anpassung der betroffenen Gewebeart.

 

Vollbelastung:
Erlaubt  Ihr Arzt  Ihnen Vollbelastung, dürfen die betroffenen Strukturen durch Ihr komplettes Körpergewicht zwar belastet werden, häufig  jedoch ist Ihr Gelenk derzeit noch geschwollen bzw. überwärmt. Dies ist Ausdruck der nach der OP oder Verletzung ablaufenden Entzündung und im Zuge des Heilungsprozesses völlig normal. Daher ist es für einige Zeit sinnvoll, die Vollbelastung noch nicht ganz in Anspruch zu nehmen.


Empfehlung zur Belastungssteigerung:
Die Belastungssteigerung ist abhängig davon, was Ihnen Ihr Gelenk signalisiert: eine Zunahme der Schwellung ist meist Ausdruck einer zu intensiven bzw. einer zu lange andauernden Belastung oder unangemessener Lagerung. Es ist daher zu empfehlen, die Belastung vorübergehend noch zu reduzieren. Zeigt das Gelenk unter der gewählten Teilbelastung keine Schwellungsneigung mehr, kann die Belastung langsam bis zur Vollbelastung gesteigert werden.


Maßnahmen gegen Schwellung:
Hochlagern, wärmeableitende Quarkpackungen (ca. 30 Min.) oder milde Eisanwendungen helfen zusammen mit entstauenden Übungen die Schwellung zu reduzieren. Manchmal ist auch eine Bandagierung geboten. Abschnürende Kleidung, Wärmezufuhr durch Bad oder Sauna, unangemessene Belastung sowie Alkoholkonsum verstärken in der Regel die Schwellung.
Angemessene Belastung und das erlaubte Maß an Bewegung sind heilungsfördernd. Haben Sie also Mut, aber bedenken Sie, dass Sie auch vor Ihrer OP (wahrscheinlich) kein Bundesligastar waren! 

 

 
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